Der Blick über den Zaun

Was ist los in den anderen Amts- und Nachbar-Gemeinden?

Oder in den nächst größeren Nachbarorten:


Wir berichten darüber...

Neues Informationszentrum "Schäferhütte" im Riesewohld

Seit 2002 ist ein großer Teil des größten zusammenhängenden Waldgebietes in Dithmarschen im Besitz der Stiftung Naturschutz Schleswig-Holstein. Hier wurde jetzt, weitgehend auf Betreiben vom Museumsleiter Dr. Volker Arnold, nach umfangreichen Umbauarbeiten die Infostation "Schäferhütte" errichtet.

Zur Eröffnung erläuterte der Kreisnaturschutzbeauftragte Walter Denker, dass es sich hierbei keineswegs um eine Unterkunft einer Schäferei gehandelt hat, sondern um eine ehemalige Jagdhütte des früheren Zahnarztes Dr. Schäfer aus den 30iger Jahren.

Das Projekt hat weit über 500 Arbeitsstunden an Eigenleistung der Arbeitsgruppe Riesewohld im Verein für Dithmarscher Landeskunde VDL und des Museums für Archäologie und Ökologie in Albersdorf (überwiegend von Walter Denker und Dr. Volker Arnold ausgeführt) benötigt. Dank der finanziellen Unterschützung von "BINGO! Die Umweltlotterie" und der Stiftung Naturschutz Schleswig-Holstein wurde der Bau ermöglicht. Um- und Ausbau der eigentlich zum Abriss vorgesehenen Hütte und die Ausstattung der Station ist mit 35.000 Euro vergleichsweise günstig geworden.

Mit wenigen Handgriffen lässt sich der Ausstellungsraum in einen Vortrags- oder Seminarraum mit Beamerprojektion umrüsten. Die Stromversorgung läuft über eine Solaranlage zum Nulltarif.

38 Schautafeln und ein großes Modell dokumentieren die verschiedenartigsten Waldthemen wie Gehölzarten, Waldbäche, Kohlenmeiler, Frühlingsblüher oder Waldtiere. Die wichtigsten Ergebnisse zur Biologie und zur Geschichte des Waldes werden vorgestellt. Eine Attraktion der Ausstellung ist ein neun Meter langes Panorama, das eine 360-Grad Ansicht des Waldes ermöglicht, bereichert um die Vogelstimmen im Mai. In Kürze wird die Ausstellung noch durch einen Automaten ergänzt, der 50 verschiedene Vogelstimmen auf Knopfdruck vorspielen kann, und das nicht nur von innen, sondern auch von außen, wenn die Ausstellung der Station geschlossen ist.

Auch ist das Wissen der Besucher gefragt, wenn es am Computer an den Riesewohld-Quiz geht.

Ein gesonderter, abgedunkelter Raum wird darüber hinaus noch mit einer künstlichen Bruthöhle für Vögel sowie mit einem Fledermauskasten versehen, die beide von innen beguckt werden können.

Die Ausstellung wird während der Sommerzeit sonntags von 14 bis 17 Uhr geöffnet sein. Der Eintritt in die Ausstellung ist kostenfrei, für angemeldete Führungen wird allerdings ein Entgelt erhoben, um Station und Ausstellung in Stand zu halten. Im Außenbereich werden für Besucher Grundinformationen und ein Informationskasten mit Karte und Wanderrouten bereit gehalten.

Benutzt werden nach einem Leitsystem nur die alten Waldwege, es kommen keine neuen hinzu. Erst in Ansätzen fertig ist die Tourenmarkierung, die im Laufe der nächsten Wochen und Monate fertig gestellt werden wird. Außerdem dient der überdachte Vorbau als Schützhütte mit Bänke und Tischen.

Walter Denker hofft, dass die Bevölkerung mit dieser Einrichtung Schutz, Nutzen und Erholung geboten wird, denn der Wald schützt, ist eine wirtschaftlichen Grundlage und dient der Erholung.











Die „Schäferhütte“








Dr. Volker Arnold und Walter Denker








Text und Fotos: Tießen (emt)

Arkebek im NDR

Die Dorfgeschichte ist eine Aktion des NDR um Gemeinden mit weniger als 1000 Einwohnern im Lande besser bekannt zu machen.

Für die Dorfgeschichte wurde am Freitag im S-H Magazin beim NDR von Christian Piepke und Gaby Lüsse, unsere Nachbargemeinde Arkebek ausgelost und am 18.1.2010 gesendet. Unsere Nachbarseite Welmbüttel hat dazu einen Bericht und Mitschnitt:


Konfirmanden aus der Nachbarschaft

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Am Sonntag, 26. April 2009, wurden in der St. Remigiuskirche in Albersdorf von Pastor Eckhard Berndt konfirmiert:
aus Bunsoh:
  • Steffen Bünz,Kim Melina Deschner,Lena Heesch,Hanna Kühl,Miriam Krüger,Anika Magens,
  • Sarah Ricarda Rösner,Jennifer Schmidt, Sören Schmidt, Mirco Weiand, Markus Zimmermann.
aus Immenstedt:
  • Melina Barthel, Claudia Grätz,Verena Grimm.
aus Jützbüttel:
  • Max Tiessen
aus Osterrade:
  • Nathalie Meyn,Tina Rathmann
Bericht und Foto: Hans Peter Tießen

Wennbüttel beim NDR

Dorfgeschichte beim NDR über Wennbüttel...hier

Gemeinde Schrum

Die Gemeinde mit ihrem bewaldeten Geestgebiet hat mit 78,81 Meter über NN, hinter dem Gestüt "Grimmstal", die höchste Stelle im Kreis Dithmarschen. Dieser Punkt (Flur 117/36) liegt in der heutigen Wiese (Flur 116/36), diese wurde in der Karte von 1872-73 mit "Karghöde" bezeichnet. In "Die Flurnamen Dithmarschens" von Prof. Dr. Wegemann, Kiel, von 1941 steht auf der Seite 12 im Band II: "to Süderstöven" 79 m hoch, Mtbl. Dieser Flurname wurde aus dem 1872 bezeichneten Flurstück (Stüf/Stüfbarg) südlich der höchsten Stelle in Schrum genommen er hat aber nur eine Höhe von knapp über 75 m ü. NN. Diese Höhe liegt heute auf dem Truppenübungsplatz und wird als "LSG Höhe 75" bezeichnet.
Die Gemeinde ist über die Kreisstraße 40 erreichbar, welche in Welmbüttel von der Bundesstraße 203 abzweigt und in Richtung Albersdorf/Arkebek verläuft.
Schrum ist ein kleines Dorf, das weitgehend von landwirtschaftlichen Betrieben und Pferdezucht geprägt und von ruhigen, beschaulichen Wegen durch Wald und Wiesen umgeben ist. Der Ort hat 12 denkmalgeschütze Hügel- und Steingräber, wovon ein zerstörtes Langbett und 6 Hügel auf einem Grundstück im Süden der Gemeinde liegen. Die restlichen 5 mit zwei stattlichen Hügeln liegen auf dem Gelände des Truppenübungsplatzes "Riese".
Zur Geschichte:
Die Anfänge einer Ortschaft sind heute nur mit archäologischen Mitteln zu bestimmen. Dennoch haben die ersten schriftlichen Erwähnungen einen besonderen Stellenwert. Die Kirchen in den Ämtern sind als Unterkirchen der Meldorfer Kirche zusehen. Leider wird aus der Gründungszeit dieser Kirche Schrum nicht erwähnt. Wie viele andere Gemeinden Dithmarschens ist auch Schrum in den Klageschriften von 1447 erwähnt (Urkundenbuch Michelsen S. 45/46). Hier kann aus der Aufstellung des Textes das Jahr 1402 genannt werden. Es lautet dort, "...als man schrieb vierzehnhundert in dem anderen Jahre, des Mittwochs nächst vor dem ehrenhaften Feste, geheißen das Fest Christi Leichnam,..." daraus folgt der 24. Mai 1402, weiter im Text wird die Höhe des Schadens genannt. "...so klagen die frommen Leute in dem Dorfe Scrume ... ...4000 Mark". Die Höhe der Klage hebt sich von den benachbarten Orten Welmbüttel (1000 Mark) und Gaushorn (800 Mark) deutlich ab. Die Klagen sind nach Jahren (später, "...vierzehnhundert drittem Jahre...") und nach Orten gelistet, so kommen für andere Orte auch Mehrfachnennungen vor.
...mehr dazu auf:
Schrum oder http://de.wikipedia.org/wiki/Schrum

Unsere Nachbarn

(Text von Klaus Bornholt)

Die Kirchspielslandgemeinde Albersdorf liegt im Nordosten des Kreises Dithmarschen. Sie grenzt im Osten an den Kreis Rendsburg-Eckernförde. Der nächst größere Ort ist Hanerau-Hademarschen. Hier lebte der Dichter Theodor Storm. Sein damaliges Wohnhaus ist heute noch zu sehen. In der Gemeinde Hanerau-Hademarschen finden Trabrennen statt, weshalb sie sich als Pferdeort bezeichnet.


Im Norden des Amtes liegt das Amt Tellingstedt. Tellingstedt hat sich durch die Töpferei einen Namen geschaffen. Allerdings ist die letzte Töpferei vor einigen Jahren aufgegeben worden. In der näheren Umgebung kann man auf dem Klaus-Groth-Wanderweg oder dem alten Bahndamm der ehemaligen Kleinbahn wandern. Der bekannte Dichter Groth kam hier oft her, um sich hier neue Ideen für seine Werke zu holen.

Nicht zu vergessen ist die Erwähnung des Falkenhofes in Schalkholz. Die hier beheimaten Falken treten auf vielen Veranstaltungen, wie den Karl-May-Spielen in Bad Segeberg und den Störtebeker-Festspielen in Ralswik, auf.


Nordwestlich unseres Amtes liegt die Gemeinde Nordhastedt. Früher war Nordhastedt Sitz einer Kirchspielslandgemeinde, gehört aber nach der letzten Gebietsreform zum Amt Heide-Land. Bekannt ist die Gemeinde durch das Frunsbeerfest. Das Fest wird in Erinnerung der Frauen, die im 16. Jahrhundert eine Räuberbande mit heißem Brei vertrieben haben, alle 3 Jahre gefeiert. In Nordhastedt gibt es mehrere mittelständige Betriebe. Ansonsten wohnen hier viele Pendler.

Dieser Himmelsrichtung zu folgen, gelangen wir in die Kreisstadt Heide. Heide ist mit über 20.000 Einwohnern der größte Ort und in Zukunft einziger Garnisonsstandort im Kreis Dithmarschen. Hier gibt es mehrere Museen. In Heide wirkten früher berühmte Persönlichkeiten, wie Klaus Groth und Brahms. Deren Wohnhäuser bzw. Wirkstätten sind heute als Museen der Öffentlichkeit zugänglich.


Nach Westen gelangen wir nach Meldorf. Meldorf war früher die Kreisstadt des Kreises Süderdithmarschen. Mit der Stadt Meldorf, dem Land Meldorf Land und unserem Amt soll das neue Amt Mitteldithmarschen gebildet werden. Sitz des Amtes wird Meldorf.

Meldorf ist eine alte Siedlung und bietet durch die Bebauung entsprechende Sehenswürdigkeiten. Früher gab es hier Handwebereien, die jedoch den Betrieb aufgegeben haben. Zu besichtigen sind das landwirtschaftliche Museum mit dem alten Dithmarscher Bauernhaus und das Dithmarscher Museum. Das Wahrzeichen Meldorfs ist der Dom. Allerdings war Meldorf nie Bischofssitz.


Im Süden liegt das Amt Burg-Süderhastedt. Burg ist waldreich und neben Albersdorf der einzige Luftkurort in unserem Kreis. Im Mittelalter hat es hier einmal eine feste Burg gegeben, die jedoch von den Dithmarschern zerstört worden ist. Lediglich ist noch der Burgberg vorhanden. Eine weitere Sehenswürdigkeit ist das Waldmuseum.